Das Wetter war für schottische Verhältnisse aussergewöhnlich gut. Lediglich an einem
Tag hatten wir „schlechtes“ Wetter und das bei dem Ausflug auf die Hebriden. Leichter
Nebel zum Abschluss, dem "Military Tattoo" gab der Vorstellung sogar noch einen extra
„Touch“.
Mit fast 90 Personen (in 2 Bussen), Leute aller Alterskategorien eine solche Rundreise
zu starten war schon eine Herausforderung. Organisatorisch war es nicht möglich die Reise
mit je einem Bus, jedoch zeitversetzt zu organisieren. Durch die grosse Teilnehmerzahl kam
es jedoch auch zu einigen Unannehmlichkeiten wie z.B.Betten- und Zimmergrösse, besonders in einem Hotel.
Dass uns zudem eine Fährgesellschaft 2 Wochen vor der Reise im Stich liess und umgebucht werden musste und
durch diese Umbuchung einige wenige Personen nicht die angekündigte
Aussenkabine erhielten, schien bei den Mitreiseneden den Gesamteindruck
der Reise nicht negativ zu beeinträchtigen. Voyages Emile Weber, unser
Reiseveranstalter, wurde hierüber informiert und wird auch die nötigen
Schritte unternehmen. Es sieht so aus, als wenn eine Preisreduktion von
einigen Euro’s möglich wäre. Weil ich keine Unterlagen vorliegen habe
wer nicht in den Genuss von einer Aussenkabine kam, wird bei einer möglichen
Preisreduktion das Geld dem Fonds de Secours SNPGL zufliessen,
vorausgesetzt dass kein betroffener Mitreisende das Geld zurückverlangt!
In Gretna Green besuchten wir die Heiratsschmiede. Das Schiffshebewerk von
Falkik war durch seine einzigartige Bauweise und seine sowohl geniale wie
einfache Konstruktion beeindruckend. Überraschend positiv ist das
Stadtbild von Edinburgh mit seinem die Stadt überragender Burg und den
schönen alten Gebäuden. Die Highlands mit ihren typischen schottischen
Landschaften von einmaligem Reiz: Hügel, Berge, Moore, Weiden, Seen und
Ackerland konnten wir bei der guten Witterung bestaunen. Das Dornröschenschloss
Blair Athol: absolut sehenswert. Das Schloss Eilean Castle (malerisch am
Loch Duich gelegen) ist ein „Must“ bei jeder Schottlandreise! Der
Besuch einer Whisky-Brennerei (Pitlochry) durfte ebenfalls nicht fehlen
und das Gerassel von Flaschen beim Besteigen des Busses liess darauf
schliessen, dass mal wieder genüsslich „ge-shopped“ wurde.
Trotz intensiver Suche und andauerndes Filmens am Loch Ness bekamen wir das Monster
nicht zu Gesicht, aber wieder hatte der Wettergott es gut mit uns gemeint!
Für uns alle aber war der Besuch des Military Tattoo im Schloss von Edinburgh der
Höhepunkt der Reise. Erstaunen und zugleich Jubel kam auf, als der Tattoosprecher
unter anderem die 89 luxemburgischen Polizisten mit ihren Familien über Lautsprecher
begrüsste.
Farbenprächtige Kostüme der chinesischen Teilnehmer gegenüber dem schlichten Grau des
„Drill-Teams“ der schottischen Armee. Abwechslungsreiche Vorführungen in 90 Minuten.
Wenn man einem einzelnen Dudelsackspieler zuhört, kann das nach einiger Zeit nerven,
wenn aber plötzlich hunderter dieser schottischen Nationalinstrumente erklingen ist dies
sehr beeindruckend.
Im Monat Oktober wird wohl der offizielle Film des diesjährigen Tattoo’s
zum Verkauf stehen. Interessenten kann dieser Film in einer Sammelbestellung beschafft
werden.
Ausser dem visuellen Eindruck war es erstaunlich, was wir über die Kultur und Gebäude in den schottischen
Städten und Dörfern erfuhren. Dies Dank unserer zwei Reiseleiter die uns ständig
begleiteten. An diese unseren Dank. Ebenso seien die beiden Busfahrer hervorgehoben.
Beide waren sehr zuvorkommend, hilfsbereit, gesellig und höflich. An ihren beruflichen
Fähigkeiten kam nie Zweifel auf. Das Trinkgeld gab hoffentlich den zufriedenen
Eindruck der Reiseteilnehmer wieder.
Unter anderem habe ich folgende Lehren aus dieser Reise gezogen:
Wenn irgendwie möglich die Reise nur mit einem Bus machen (bei mehr Teilnehmern zwei
Fahrten zeitversetzt machen)
Die Busse nur mit 40 Personen besetzen. Dies trägt wesentlich zum Komfort der
Mitreisenden bei.
Bedanken möchte ich mich für die vielen netten Worte, den guten Vorschlägen, den
ermutigenden Bemerkungen auf den „Meckerzetteln“ , und den nachträglich eingegangenen
„mails“ oder Telephonanrufen.
In einigen Monaten werde ich mich der neuen Herausforderung stellen und für die
Pfingstferien 2006 eine Reise in die wunderschöne Toskana organisieren.
Nochmals vielen Dank
Charel Manderscheid
Erklärungen zum MILITARY
TATTOO
|